Jahresrückblick 2021 – Erster Teil

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende und wir möchten die Gelegenheit nutzen, zusammen mit euch auf die letzten Monate zurückzublicken.


Nachdem im Jahr 2020 ab Beginn der Corona-Pandemie die meisten Jugendkeller-Veranstaltungen nicht stattfinden konnten, war in diesem Jahr glücklicherweise wieder mehr möglich – wenn auch eingeschränkt. Im folgenden Jahresrückblick möchten wir unsere Veranstaltungen und Aktionen und all die Herausforderungen Revue passieren lassen, die wir in 2021 zusammen gemeistert haben.

So war der erste große Programmpunkt im Jahr – wie könnte es anders ein – die Tannenbaumaktion. In der Winterwelle der Pandemie war für uns lange nicht klar, ob und unter welchen Bedingungen die Tannenbaumaktion stattfinden kann. Nach großem Einsatz von Jugendvertreter:innen bei der Politik, intensivem Austausch mit anderen Gemeinden und mit einem umfassenden Hygienekonzept kam dann – nur wenige Tage vor der Aktion – endlich die lang ersehnte Bestätigung: die Tannenbaumaktion darf stattfinden.

Mit insgesamt über 20 Gruppenleitenden ging es früh am Samstagmorgen los. Anders als in den vergangenen Jahren sind wir jedoch nur in vielen kleinen Gruppen unterwegs gewesen, welche einzelne Teilaufgaben übernommen haben, statt als große Gruppen die 3 Wagen zu begleiten. Also hat ein Teil von uns die Infoflyer in eure Briefkästen geworfen (klingeln durften wir ja nicht), ein anderer Teil hat die Bäume an zentralen Sammelpunkten zusammengezogen und der dritte Teil hat die gesammelten Bäume auf die Wagen verladen und abtransportiert.

Obwohl wir all das nur sehr kurzfristig planen konnten und vieles anders gestalten mussten als üblich, haben die Abläufe super funktioniert und wir haben wieder einmal gesehen, wie viel wir als Team schaffen können. Wir hatten eine schöne Tannenbaumaktion und bedanken uns nochmal bei allen fleißigen Helfern, unseren Fahrern und natürlich bei euch für die zahlreichen Spenden!

In den Monaten danach ist in Zeiten von Homeschooling, Wechselunterricht und Kontaktbeschränkungen wenig in und um den Jugendkeller herum passiert und auch das Osterfeuer ist letzlich den Einschränkungen zum Opfer gefallen.

Ein Hoffnungsschimmer blieb der kommende Sommer, die fortschreitende Verfügbarkeit der Impfung und der Schnelltests sowie die damit verbundene Aussicht auf eine Verbesserung der Situation.
So liefen die internen Vorbereitungen für das Ferienlager auf Hochtouren. In unzähligen Videokonferenzen, Telefonaten und Emails wurden Entwürfe für ein Hygienekonzept erstellt und wieder verworfen, Änderungen in den Corona-Verordnungen des Landes durchgearbeitet, alternative Ideen für Programmpunkte im Lager gesammelt und diskutiert und – was wir nicht vergessen haben – auch immer wieder darüber nachgedacht und gezweifelt, was wir eigentlich tun, wenn das alles nicht klappen sollte. Auch mit überwiegend optimistischer Einstellung und dem Wissen, dass wir alles in Bewegung setzen würden, um das Lager irgendwie möglich zu machen, war diese Zeit eine mentale Achterbahnfahrt. Für die Lagerleitung, für die Gruppenleitenden und sicherlich auch für alle Kinder und Eltern. Am Ende haben wir es geschafft, gewappnet mit einem Hygiene- und Testkonzept ging es endlich wieder los in die besten 10 Tage des Jahres.

An dieser Stelle möchten wir nochmal allen Danke sagen, die uns bei der Vorbereitung und Durchführung des Lagers unterstützt haben: den Jugendbüros, dem BDKJ und LJR, den Ansprechpartnern von Stadt und Gesundheitsamt, der Gemeinde, der Hausverwaltung vor Ort, dem DRK, das uns getestet hat, den Eltern, die uns immer wieder ermutigt haben, natürlich den Kindern, die soviel Geduld bewiesen haben und all den Leuten, die wir vergessen haben, die aber keine Sekunde gezögert haben, uns zu unterstützen! Ohne euch wäre das Lager in diesem Jahr nicht möglich gewesen.


Wie das Lager selbst ausgesehen hat, erfahrt ihr im folgenden Abschnitt von Carlotta:

Donnerstag, 11:00 Uhr – 52 Kinder und 23 Gruppenleitende starteten mit etwas Aufregung und voller Vorfreude in das Ferienlager 2021. Das diesjährige Lagermotto: „Mario Lager – Rettet Peach!“

14:30 Uhr – Der Bus erreichte die Jugend- und Pfadfinderbildungsstätte Hasenheide! Nun galt es, schnell die Koffer zu entladen und die Zimmer und Zelte zu beziehen, um endlich in den Lageralltag starten zu können. So schlüpften wir direkt in das altbekannte Lageroutfit – BW-Hose, Socken über die Hose, alter Pulli – und starteten mit den ersten Waldspielen.

Doch während wir mit dem Burgenbau für Peach beschäftigt waren, wurde sie von Bowser entführt… Unsere Aufgabe für die nächsten 10 Tage war klar – Peach zu retten! So erspielten wir uns in den nächsten Tagen in verschiedenen Kleingruppen-Wettkämpfen, Waldspielen und Workshops immer mehr Münzen und Sterne, um Bowser so auf die Schliche zu kommen.

Dienstag, 8:00 Uhr – Jeden Morgen starteten wir natürlich hochmotiviert und voller Energie in den Tag – so auch am Dienstag:

Der Tag begann damit, dass wir geweckt wurden und wir genervt waren. […]

Lagerzeitung, Tagesbericht Tag 6

Bei der ganzen Action fehlt dem ein oder anderen natürlich auch mal ein kleines Mützchen Schlaf und die Stimmung beim Wecken muss nicht immer die beste sein. Neben der ganzen Spiele am Tag steht abends nämlich auch die Nachtwache an, denn unser schönes Banner musste auch in diesem Jahr vor Überfäller:innen beschützt werden! Aufgrund der Corona-Pandemie war ein Überfall durch Gruppenleitende außerhalb des Lagers, wie es sonst der Fall ist, natürlich undenkbar. Aber zufällig verschwanden eines Nachts die ältesten Kinder gemeinsam mit ein paar Gruppenleitenden aus ihren Zimmern und Zelten, um später als Überraschungsüberfall den Versuch zu wagen, unser Banner zu stehlen. Natürlich haben sie es nicht geschafft und wir konnten unser Banner erfolgreich verteidigen!

Das Banner des Ferienlagers 2021

Trotz anfänglicher Müdigkeit und dank gutem Frühstück und Frühsport wurde jeder Tag zum vollen Erfolg:

[…] Nach dem Frühstück haben wir Panem gespielt, es war das beste Spiel im Lager.

Lagerzeitung, Tagesbericht Tag 6

Samstag, 11 Uhr – Die nachfolgenden Tage vergingen wie im Flug – Bergfest, Fantasy-Spiel, Bunter Abend und zack, waren wir wieder am Koffer packen. Zum Glück schafften wir es aber am Ende, Peach rechtzeitig zu befreien, sodass wir vollzählig die Rückreise antreten konnten. So machten wir uns am Samstag zufrieden, mit etwas Wehmut und einer Sammlung toller Erinnerungen wieder auf den Rückweg nach Sutthausen.

Uns hat dieses Jahr wieder viel Freude bereitet! Danke an alle Gruppenleitenden, die all ihr Engagement in die kurzfristige Planung und Umsetzung des Ferienlagers gesetzt haben – das war eine tolle Teamleistung! Danke an alle Eltern, die sich immer wieder für unser Engagement und unseren Einsatz bedankt haben und uns so darin bestärkt haben, dass ein Ferienlager in Corona-Zeiten keine verrückte Idee ist. Und Danke an alle Kinder – ihr wart wieder spitze.

Und wenn wir schon beim Danke sagen sind, haben wir Gruppenleitenden noch ein großes Dankeschön zu verteilen – Cedric Kreye verabschiedet sich nach 5 Jahren aus der Lagerleitung. Durch Deinen Einsatz und Deine Erfahrung hast Du vielen Kindern und Gruppenleitenden 5 tolle Ferienlager bereitet – Merci! Cedric übergibt die Lagerleitung an Milena Plogmann, Timm Kadi und Carlotta Landwehr und wird sich zukünftig neuen Aufgaben im Jugendkeller widmen – ganz müsst ihr euch also noch nicht von ihm verabschieden.

Mit Blick auf das Jahr 2022 freuen wir uns auf ein Ferienlager im Ferienheim Winnau im Westerwald!

Carlotta


Nach dem erfolgreichen Ferienlager folgte dann am Ende der Sommerferien gleich das nächste Highlight: die Stadtranderholung. Die Details hat Johanna für euch zusammengefasst:

Bereits am Freitag sind wir Gruppenleitenden zu dem wunderschönen Haus nach Freren gefahren, um für die Kinder alles vorzubereiten. Dieses Jahr war es ein besonderes Team, denn wir haben zusammen mit der Katakombe Sutthausen das vorher schon zusammen detailreich geplante Wochenende gestaltet. Nachdem wir einen Rundgang um das Haus gemacht haben, wurden die letzten Vorbereitungen getroffen und abends viele Kennenlernspiele gespielt, um die Gruppe zu stärken. 

Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit, die Aufregung war groß und ein Teil der Leitenden fuhr nach Sutthausen um die Kinder mit dem Bus abzuholen. Auch die Sechs- bis Zwölfjährigen waren aufgeregt, freuten sich aber so wie wir alle riesig auf das bevorstehende Wochenende. In Freren angekommen haben wir dann ebenfalls Kennlernspiele gespielt, da wir mit 40 Kindern eine große Truppe waren, die sich nur teilweise schon kannte. Zur Umgebungserkundung haben wir das Chaos-Spiel gespielt und sind dann gemeinsam zum leckeren Essen in den Speisesaal gegangen. Gestärkt haben wir dann ein spannendes Strategie-Spiel gespielt. Leider hatte uns das „Abenteuerwetter“ einen Strich durch das geplante Lagerfeuer gemacht. Wir haben trotzdem Lieder gesungen und hatten eine Menge Spaß. Und so schnell ging es, der erste Tag war schon vorbei und die Kinder wurden im Bus wieder nach Hause gebracht. Man konnte deutlich die Erschöpfung erkennen, aber auch heraushören, dass die Freude auf den kommenden Tag sehr groß war.

Das ist kein Regenwetter, das ist Abenteuerwetter

GLs

Am Sonntag wieder in Freren angekommen, sind wir nach ein paar kleineren Spielen mit dem Stadtranderholungs-Turnier angefangen. Die Kinder haben in kleinen Teams gegeneinander Mini-Spiele absolviert und vom Balancieren bis zum Montagsmaler war alles dabei. Später gab es dann auch die mitgebrachten Snacks und es wurde die Spielekiste geöffnet. Dem Fußball- und Basketball- Spielen stand nun nichts mehr im Weg. Gegen Abend kürten wir dann die Sieger des Turniers und ließen das Wochenende mit Nudelsalat und Würstchen vom Grill ausklingen. Auch für uns Leitende ging es nach einer kleinen Aufräumaktion wieder nach Sutthausen. Wir waren uns alle einig, dass das ein aufregendes und schönes Wochenende war und auch die Teamarbeit gut geklappt hat. Wer weiß, vielleicht wird im nächsten Jahr die Stadtranderholung wieder gemeinsam organisiert. Ich freu mich jetzt schon! 

Johanna


Damit sind wir am Ende der Sommerferien angekommen und so endet auch der erste Teil unseres Jahresrückblicks. Der nächste Teil mit dem Rückblick auf die zweite Jahreshälfte folgt demnächst.

Wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest!